Versetzungsregeln nach freiwilliger Wiederholung der E-Phase
08 Feb 2018

Versetzungsregeln nach freiwilliger Wiederholung der E-Phase

Nach den Halbjahreszeugnissen in der Q1 steht manchmal die Frage im Raum, ob ein Schüler lieber zurück in die E2 geht. Der Grund ist häufig das Fach Mathe. Durch die freiwillige Rückstufung kann man die Grundlagen noch einmal erwerben und steht in der Q-Phase auf soliderem Fundament. So der Plan.

Allerdings ist es denkbar, dass ein Schüler seine Leistungen nicht verbessert und am Ende der wiederholten E-Phase die Versetzung in die Q-Phase nicht schafft. Wie ist ein solcher Fall geregelt?

Die Gute Nachricht: Er wird trotzdem in die Q-Phase versetzt.
Dieser Fall ist in der „Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses“ unter § 14 „Freiwillige Wiederholung“ geregelt. Dort heißt es:

„(3) Für das Aufrücken in die Jahrgangsstufe, aus der die Schülerin oder der Schüler aufgrund einer Wiederholung nach § 75 Abs. 5 Satz 1 und 3 des Hessischen Schulgesetzes zurückgetreten war, bedarf es keiner erneuten Versetzungsentscheidung.“

Auf Deutsch: Der Schüler hatte die Versetzung in die Q-Phase bereits geschafft und das gilt weiterhin.

Meine Meinung zum Thema „freiwillig wiederholen“: Es macht nur Sinn, wenn die Arbeitshaltung des Schülers stimmt. Sind Desinteresse oder mangelnde Lernmotivation Grund für die schlechten Leistungen, dann verbessern sich die Noten nicht. Häufig ist das Gegenteil zu beobachten, weil der Schüler noch weniger macht als vorher. Ist ja eh nur eine Wiederholung und nichts Neues, also warum anstrengen… Und genau dann tritt der Fall ein, dass man die Versetzung in die Q-Phase eigentlich nicht geschafft hätte, trotz der Wiederholung.

Nur wegen Mathe alleine lohnt sich eine Wiederholung in den meisten Fällen nicht. Ja, die Grundlagen sind wichtig und ja, man bekommt ein Problem im Analysis Teil des Abiturs. Aber Q2 und Q3 sind fast ein Neuanfang in Mathe, die kaum Vorwissen erfordern. Wer sich wirklich verbessern will und dafür etwas macht, der wird sich auch verbessern. Mit diesen beiden Halbjahren deckt man 60% im Matheabitur ab.

Die nächsten Sommerferien könnte man dann nutzen, um die restlichen 40% aus der Analysis mit Blick auf das Abitur aufzuholen. Hier genügt es dann, sich mit dem abiturrelevanten Stoff zu beschäftigen.

Quelle: http://www.leb-hessen.de/fileadmin/user_upload/downloads/Rechtliches/Gestaltung_Schulverhaeltnis.pdf

 

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